Sound I: Das Theremin

Kürzlich (ich kannte es in der Tat noch nicht) habe ich das Theremin entdeckt. Eines der ältesten elektronischen Instrumente. Gibt es seit 1920, erfunden vom russischen Physiker Lew Termen, der sich in den USA Leon Theremin nannte. Man kennt den Glissando-Sound des Theremins z.B. von der Titelmusik aus Star Trek (Original Serie) oder Barnaby, oder auch von den Beach Boys (Good Vibrations) oder Pink Floyd (The Great Gig in the Sky). Es wurde aber schon häufiger eingesetzt als ich dachte, entweder als virtuos gespieltes Melodie-Instrument oder auch nur als Effekt.

Es ist wohl sehr schwer zu erlernen und erfordert jahrelange Übung. Die Tonhöhe steuert man mit der Entfernung der Hand zur Antenne. Mit der zweiten Hand reguliert man die Lautstärke. Es gibt eine spezielle Grifftechnik dafür – das Instrument wird so kalibriert, dass der Abstand zwischen geschlossener und offener Hand einer Oktave entspricht, dann spielt man quasi mit den Fingern in der Luft.

Ich überlege ernsthaft, mir ein Theremin zuzulegen. Ich find den Sound, die Geschichte hinter dem Instrument und die Spielweise cool. Mal sehen … (ist leider nicht ganz billig, um die 500 Euro)

Man kann den Sound ganz gut simulieren. Hier mit dem ES2 in Logic Pro X (der Rest ist Alchemy):

Thereminia

Es gibt auch Theremin-Apps für das iPhone. Bei einer dient der Touchscreen als Spielfläche (erstes Video), die andere nutzt Kamera und LED-Licht, um den Abstand von der Hand zu messen (zweites Video). Na ja so richtig funktionieren sie nicht (nur zur Demo, klingt fürchterlich):

App Theremin-Pro

App Theremin (nutzt die Kamera als Abstands-Sensor)

(ms)

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